Minnesota steht unter Schock. Die demokratische Abgeordnete Melissa Hortman, 55, wurde gemeinsam mit ihrem Ehemann in den frühen Morgenstunden kaltblütig erschossen. Das FBI und der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, vermuten ein politisches Motiv.
Nur Stunden zuvor rechtfertigte sie sich weinend, warum sie einer Gesetzesvorlage, die illegalen Einwanderern Zugang zur staatlich finanzierten Gesundheitsversorgung gewähren sollte, nicht zustimmen konnte. Sie war die einzige Demokratin, die sich in dieser Frage offen gegen den Gruppenzwang stellte.
Hortman war keine Unbekannte in Minnesota. Sie hatte seit 2004 elf Wahlperioden im Repräsentantenhaus hinter sich. Zeitweise sogar als Sprecherin an dessen Spitze. Doch ausgerechnet diese erfahrene Parlamentarierin, die für ihre Disziplin und Prinzipientreue bekannt war, ist nun Opfer eines offensichtlich radikalisierten Täters geworden.
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