Die US-amerikanische Fachgesellschaft der plastischen Chirurgen (ASPS) spricht sich nach Angaben des US-Magazins National Review in neuen Empfehlungen dafür aus, geschlechtsumwandelnde chirurgische Eingriffe bei Minderjährigen in der Regel bis ins Erwachsenenalter zu verschieben. Ursache hierfür sei die laut ASPS unzureichende Evidenzlage für den langfristigen Nutzen entsprechender Operationen bei Jugendlichen.
Konkret betreffen die Hinweise Operationen an Brust, Genitalien und Gesicht, die mindestens bis zum 19. Lebensjahr aufgeschoben werden sollen. Die Fachgesellschaft betont die von ihr festgestellte „erhebliche Unsicherheit“ nicht nur gegenüber dem Nutzen chirurgischer Eingriffe, sondern auch im Zusammenhang mit Pubertätsblockern und gegengeschlechtlichen Hormonen.
Damit ist die ASPS die erste große medizinische Organisation, die sich in dieser Form gegen geschlechtsangleichende Operationen bei Minderjährigen positioniert. Auf Nachfrage des National Review gab zudem die einflussreiche American Medical Association (AMA) in einem Statement an, diese Einschätzung zu teilen, dass derartige Eingriffe bis ins Erwachsenenalter aufgeschoben werden sollten.
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