US-Präsident Donald Trump hat bereits in seiner ersten Amtszeit von 2017 bis 2023 keinen Hehl daraus gemacht, die Unterstützung der europäischen Trittbrettfahrer in Frage zu stellen. Der Beschaffungsvertrag für die F-35 wurde dennoch geschlossen. Politisch gab es keine nennenswerten Widerstände, die Industrie nahm es stillschweigend hin, lediglich an der Wartung wollte sie beteiligt werden. Nun wird von verschiedenen Seiten gefordert, den Kauf des US-Bombers F-35 einzustellen. So der frühere Airbus-Chef Tom Enders in der faz.net am 16. März 2025
Gut gebrüllt Löwe. Dumm nur, dass diese Erkenntnis mindestens drei Jahre zu spät kommt und eine Stornierung nicht nur diplomatisch unabsehbare Folgen hätte. Anders Tichys Einblick: Wir hatten bereits vor dem Kauf auf die problematischen Folgen hingewiesen und davor gewarnt. Auch im gedruckten Magazin vonTichys Einblick (06/2022, Seite 34).
Allein über die Millionen Softwarezeilen der F-35 wird die Luftwaffe auf Gedeih und Verderb an der amerikanischen Nabelschnur hängen. Zudem ist die nukleare Teilhabe mit sündteuren US-Flugzeugen völlig überholt. Im Fall des Falles hätten diese tausende Kilometer zu potentiellen Einsatzgebieten mit Hilfe von Luftbetankung zurückzulegen. Unterseeboote oder mobile Raketen wären weit bessere Alternativen.
Nun wird von verschiedenen Seiten her so getan, als ob mit Donald Trump die Zuverlässigkeit der Amerikaner plötzlich nicht mehr gegeben wäre. Was für ein kapitaler Unsinn. Es wäre auch bei jedem anderen US-Präsidenten eine existentielle Einzelfallentscheidung, ob dieser im Fall des Falles den Atomknopf betätigt und sich atomar in die Konflikte anderer einmischt. Um den Preis der Vernichtung des eigenen Landes! Die Amerikaner werden unabhängig davon nicht riskieren, die europäische Gegenküste an wen auch immer zu verlieren und der NATO den Rücken zu kehren.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











