Nach dem Deal zwischen den USA und der EU im Zollstreit, bei dem die EU umfangreiche Zugeständnisse gegenüber der Trump-Regierung machen musste, um Zölle in Höhe von 30 Prozent auf EU-Güter abzuwenden, haben sich diese Woche Delegationen aus China und den USA zur dritten Gesprächsrunde in Schweden getroffen, um bilaterale Zollverhandlungen fortzusetzen.
Hintergrund der Gespräche ist der im April von US-Präsident Donald Trump ausgelöste Handelskonflikt. Damals verhängte er Strafzölle gegen Peking und zahlreiche weitere Staaten. China reagierte mit Gegenzöllen, woraufhin Washington seine Maßnahmen nochmals verschärfte. Zeitweise erreichten die gegenseitigen Zollaufschläge über 100 Prozent. Mitte Mai einigten sich beide Seiten auf eine vorläufige Entspannung: Die Strafzölle wurden zunächst für 90 Tage deutlich gesenkt.
Das Ziel der neuen Verhandlungsrunde in Schweden ist die Verlängerung des bestehenden neunzigtägigen „Waffenstillstands“ im Handelskonflikt. Ohne Einigung könnten bereits Mitte August neue Strafzölle in dreistelliger Höhe in Kraft treten – mit weitreichenden Folgen für globale Lieferketten. Finanzminister Scott Bessent und der chinesische Vizepremier He Lifeng eröffneten am Montag in Stockholm die neue Verhandlungsrunde.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











