Europa ist (war) ein großartiger Kontinent. Fatalerweise aber wird Europa mittlerweile von der politmedialen „Elite“ mit der „Europäischen Union“ (EU) gleichgesetzt. Das schadet Europa und seinen Ländern sowie dem Ansehen Europas in der Welt enorm. Vor allem auch deshalb, weil die EU und damit Europa in der veröffentlichten Meinung mit der Merkelianerin, CDU-Frau und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (UvdL) identifiziert wird.
UvdL ist eine eitle, selbstherrliche, verschlagene, um keinerlei Tricks verlegene und von „ihrer“ Mission besessene Cäsarin. Für „Europa“ indes ist sie eine krasse Fehlbesetzung. Aber eine Fehlbesetzung war sie bereits in früheren Ämtern: als Familien- und als Arbeitsministerin (2005 – 2009; 2009 – 2013), dann bis Mitte 2019 vor allem fünfeinhalb Jahre lang als Bundesministerin der Verteidigung. Einen größeren Tort als mit der Ernennung UvdLs zur Chefin im Bendlerblock konnte Merkel der Bundeswehr vom Dezember 2013 bis Juli 2019 gar nicht antun. Es dürfte Absicht gewesen sein.
UvdL wurde von den Bürgern der EU-Länder nie in das EU-Spitzenamt gewählt. 2019 nicht, da hieß der Spitzenkandidat der UNION/EVP Manfred Weber. Auch 2024 wurde UvdL nicht von den Bürgern gewählt. Sie firmierte zwar als Spitzenkandidatin von EVP/CDU/CSU, war aber bei der sogenannten Europawahl von 2024 auf keinem Stimmzettel zu finden. Präsidentin der EU-Kommission wurde sie dennoch wieder und setzte seither ihr pseudoroyales Herrschen über die EU fort. Stichworte mögen genügen: Green Deal, Verbrenner-Aus, EU als Quasi-Verteidigungsbündnis … Wenn sie – was sie permanent tut – im Ausland auftritt, dann umgibt sich UvdL mit dem Image einer Staats- und Regierungschefin. Keines von beiden ist sie. Im Grunde ist sie die höchste Beamtin der EU – nicht mehr und nicht weniger.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











