Am Montagnachmittag fand infolge des Fake-KI-Video-Skandals beim Heute Journal eine Online-Betriebsversammlung des ZDF mit insgesamt rund 1.150 Mitarbeitern statt, wie der freie Journalist Alexander Teske auf X berichtet. Während Chefredakteurin Bettina Schausten einerseits eine harte Reaktion auf den Skandal ankündigte – es sollen gegen alle für den manipulativen Beitrag Verantwortlichen arbeitsrechtliche Verfahren eingeleitet worden sein – und die Abberufung der New-York-Studioleiterin Nicola Albrecht verteidigte, wurden für den Fehler auch ganz andere Verantwortliche gefunden.
So beklagte Schausten laut Teske etwa, dass „gewisse Plattformen“ „infam und böswillig“ über den manipulativen Beitrag berichten würden. Auch Elmar Theveßen, Studioleiter Washington, mahnte laut Teske an, dass man sich das „Geraune von Nius“ nicht zu eigen machen solle. Schausten machte außerdem die Unterbesetzung der Heute-Redaktion für die Abläufe verantwortlich.
Während Schausten die zurückberufene Korrespondentin Albrecht hart angriff – diese sei „kein Bauernopfer“ und habe „schwere Fehler“ begangen –, wurde Moderatorin Dunja Hayali vollständig aus der Diskussion ausgeklammert. Auch öffentlich hatte das ZDF Hayali nach dem Skandal verteidigt – und das, obwohl die Moderatorin in ihrer Anmoderation zum manipulativen Beitrag auch explizit auf Fake-Videos eingegangen war (mehr dazu hier).
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