„Das ist unser 7. Oktober“, so beschreiben Angehörige der drusischen Minderheit gegenüber dem israelischen Portal JNS, was mit ihren Glaubensbrüdern in Syrien passiert. Seit gut einer Woche kommt es im Süden Syriens, wo viele der Drusen, einer arabischsprachigen religiösen Minderheit im Nahen Osten, leben, nicht nur zu heftigen Kämpfen, sondern auch zu Massakern an der Zivilbevölkerung.
Verübt ganz offensichtlich von islamistischen Milizen, gerade auch solchen, die eigentlich der neuen Regierung in Damaskus unterstehen. Inzwischen ist die Rede von über 1.000 Toten, davon offenbar mindestens ein Drittel Zivilisten. In den sozialen Medien kursieren unzählige Videos von den Gewalttaten an gefangenen Drusen.
Ganz offensichtlich sahen einige die instabile, fast schon gesetzeslose Lage im Land als Chance und Ausrede, um Massaker an der eigentlich relativ zurückgezogenen Minderheit zu begehen. Alles begann vermeintlich mit einem Raub auf einer Landstraße: Ohne funktionierenden Staat im Land machten drusische Milizen die Verdächtigen dingfest, was wiederum Kämpfer von muslimischen Beduinen-Stämmen auf den Plan rief – und schließlich Truppen der syrischen Regierung.
Die sollten staatliche Autorität herstellen und Kämpfe beenden – so jedenfalls die offizielle Begründung. Stattdessen schlugen sie sich offenbar auf die Seite der anti-drusischen Kämpfer und stiegen erst so richtig darin ein, Massaker an der Minderheit zu begehen. Klar: Denn diese Truppen des syrischen Innen- und Verteidigungsministeriums würde wohl kaum jemand als wirkliche Polizei oder Militär bezeichnen.
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