Der russische Geheimdienst plante offenbar, ein Attentat auf den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zu inszenieren, um dessen Chancen bei den diesjährigen Präsidentschaftswahlen im April zu verbessern.
Laut einem Bericht, der dem Washington Post vorlag und von einem europäischen Geheimdienst beschafft sowie als authentisch eingestuft worden sein soll, schlug eine Abteilung des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR Alarm, nachdem Orbán kurz vor den Wahlen in den Umfragen zurücklag. Vor ihm liegt derzeit Oppositionspolitiker Péter Magyar. Dem Bericht zufolge wollte der SWR die öffentliche Debatte durch einen Anschlag von Inflation und wirtschaftlicher Unzufriedenheit hin zu Fragen der Sicherheit und Stabilität verschieben.
In dem Papier wird die sinkende Unterstützung für Orbán als ernstes Problem beschrieben. Hintergrund sei vor allem die schlechte wirtschaftliche Lage in Ungarn. Die Inszenierung eines Attentats könnte dabei helfen, den Wahlkampf aus dem „rationalen Bereich sozioökonomischer Fragen“ in ein emotionales Feld zu verschieben.
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