Friedrich Merz wurde nicht nur Bundeskanzler, sondern, wie es den Anschein hat, kurz davor auch Sonderbeauftragter der SPD für Unionsangelegenheiten, denn er machte die Regierung zu einem Pflegeheim für die SPD, und zwar zum teuersten Pflegeheim aller Zeiten. Würde man nach einem Krankheitsbild für den politikklinischen Zustand der SPD suchen, käme auch jeder Laie auf politische Demenz, denn die SPD hat vergessen, wer sie war, ihre eigene Geschichte, und sie weiß auch nicht mehr, wer sie ist. Die Farbe Rot kommt nur noch vom Rost am Tanker. Völlig orientierungslos macht an Bord jeder, was er will. Alle sagen, so kann es nicht weitergehen. Doch wohin soll man gehen?
Die wohlstandsverwahrlosten Kinderzimmertyrannen der SPD, die Jusos, fühlen sich so richtig dufte, wenn sie sich in Pose werfen und Klassenkampfparolen mit schwacher Stimme und starkem Verstärker in die Welt hinausposaunen dürfen. Die Lehrer ihrer Lehrer hatten schon nach 1968 bitter erfahren müssen, dass die durch den Kapitalismus geknechteten Arbeiter im Westen nicht ihre Knechtschaft und ihren Wohlstand gegen die famose Freiheit und den Mangel der Arbeiter im Sozialismus eintauschen wollten, obwohl den Arbeitern im Sozialismus sogar die Fabriken gehörten. Sie hatten nur nichts davon. Deshalb tauschten die von der Arbeiterklasse enttäuschten 68er Lehrer der Lehrer der Jusos den Klassenkampf erst gegen den Umwelt- und dann gegen den Klimakampf aus. Klimakampf statt Klassenkampf. Und weil die Arbeiter nicht befreit werden wollten, tönten die Bürgersöhnchen und Bürgertöchterchen fortan für die Befreiung der Kolonialisierten, der Homosexuellen, der Queeren, der Transmenschen, aller Formen von Diversen – der Klassenfeind war nun der weiße heterosexuelle Mann, eigentlich auch die weiße heterosexuelle Frau, worüber man aber lieber schwieg.
Die Migranten sollten die Arbeiter und Handwerker ersetzen, für sie macht die SPD Politik. Wenn sie sich nun sorgt, dass sie als Partei wahrgenommen wird, die für Bürgergeldempfänger Politik macht, so scheut sie nach wie vor die Wahrheit, denn sie wird als Partei wahrgenommen, die Politik für die Einwanderung in die deutschen Sozialsysteme, für die Umverteilung und für die Benachteiligung von Deutschen ohne Migrationshintergrund Politik betreibt, wodurch sie die Spaltung der Gesellschaft vorantreibt, Arbeiter und Handwerker als Wähler vertreibt und durch eine falsche Wirtschafts- und Energiepolitik sogar noch die Spielräume für den einzigen Politikentwurf, den die Sozialdemokraten haben, für ihre Umverteilungspolitik noch reduzieren, was unweigerlich zu Verteilungskämpfe führen wird.
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