Union-Nachwuchs denkt schon an Blockade: Merz nach Einigung mit der SPD unter Druck

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Union-Nachwuchs denkt schon an Blockade: Merz nach Einigung mit der SPD unter Druck
Bildquelle: NiUS

„Die neuen Megaschulden sind nicht nur in der Sache falsch – sie sind auch ohne jedes Entgegenkommen der SPD bei der Migration zustande gekommen. Es ist zum verrückt werden“, sagt ein CDU-Mann aus Nordrhein-Westfalen, der am Morgen nach der ersten Einigung der Koalitionsunterhändler um Friedrich Merz (CDU) auf ein neues Schuldenpaket seine Wut kaum unter Kontrolle halten kann.

„Ich habe dreimal Wahlkampf für Merz gemacht, und weiß gerade gar nicht mehr, warum“, ätzt ein Top-Mann aus einem unionsnahen Wirtschaftsverband. „Das ist ein Gemischtwarenladen, der die Inflation wieder anheizen dürfte“, sagt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-nahen Wirtschaftsrats über das 500-Milliarden-„Sondervermögen“. „Die Verlockung wird riesig sein, alle möglichen Investitionen in das 500 Milliarden Sondervermögen zu schieben und, zwecks Koalitionsfrieden, vermeintliche Haushaltsspielräume für Sozialgeschenke zu nutzen – Geschenke, die sich Deutschland schon lange nicht mehr leisten kann und die zugleich den Faktor Arbeit weiter verteuern.“

Vor allem an der Unionsbasis herrscht nach diesem ersten Verhandlungsergebnis blankes Entsetzen. „Ich habe im Wahlkampf erzählt, dass wir einen Politikwechsel brauchen, kein rot-grünes weiter so. Ich kann mich doch bei meinen Wählern nicht mehr sehen lassen“, sagt eine CDU-Frau aus Thüringen, die vor allem fürchtet, dass die Werte der AfD künftig durch die Decke gehen. „Die uns noch gewählt haben, sind enttäuscht, und die AfD-Leute fühlen sich bestätigt“, lautet ihr Fazit.

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