Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei den geplanten Wirtschaftsreformen Teilen der Gesellschaft ein fehlendes Problembewusstsein attestiert. Beim eSummit 2026 der Elektro- und Digitalindustrie in Berlin sagte der CDU-Politiker: „Wir haben nicht nur ein Umsetzungsproblem, sondern in beachtlichen Teilen der Gesellschaft immer noch ein Erkenntnisproblem.“ Der eSummit findet am 20. und 21. Mai auf dem EUREF-Campus in Berlin statt.
Es sei eine gemeinsame Aufgabe, sie davon zu „überzeugen, dass jetzt ein Aufbruch nötig ist und nicht ein Verharren und ein Stillstand und nur Verteilung dessen, was wir haben“, so sein Appell an Arbeitnehmer und deren Vertreterorganisationen. Deutschland müsse „mehr erwirtschaften“, um Staat, Wirtschaft und Sozialstaat zukunftsfähig zu machen.
Zugleich warb Merz um Geduld mit dem Reformtempo der Bundesregierung. Er verstehe Kritiker, „denen es nicht schnell genug geht“. Es gehe aber „an der Wirklichkeit vorbei“, immer nur einen Niedergang zu beklagen, „Trübsal zu blasen“ und auf einen großen „Big Bang“ zu warten. „Den wird es nicht geben“, sagte Merz. Deutschland befinde sich in einem Reformprozess.
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