Zunächst ein paar Worte zum ungarischen Wahlsystem, das in einigen Punkten von dem hierzulande abweicht. Insgesamt gibt es 199 Abgeordnetenmandate zu vergeben, was über ein Zwei-Säulen-System realisiert wird. 106 Abgeordnete werden in den jeweiligen Wahlbezirken direkt gewählt, die restlichen 93 über die Landeslisten der Parteien (Zweitstimme). Damit keine Stimme verloren geht, gibt es eine Verlierer- und eine Gewinnerkompensation, bei der „erfolglose“ oder für den Gewinn des Wahlbezirks nicht notwendige Stimmen den jeweiligen Parteilisten zugeschlagen werden. Das klingt kompliziert und ist es auch. Durch die Dominanz der Direktmandate kann es durchaus vorkommen, dass mehr als 50 Prozent der Wählerstimmen landesweit nicht für eine Parlamentsmehrheit reichen. Auslandsungarn dürfen ebenfalls wählen, aber nur über die Landesliste (Zweitstimme), da sie keinem Wahlbezirk zugeordnet sind.
Die bisherigen Parlamentswahlen seit der Übernahme der Regierungsverantwortung durch Viktor Orbán und die Fidesz-Partei waren stets eine klare Angelegenheit, da die Opposition zersplittert und personell weitgehend unfähig war. Warum ist das diesmal anders?
Magyar war bis 2024 selbst Fidesz-Mitglied.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











