In Nordrhein-Westfalen stehen die Sicherheitsbehörden vor neuen Herausforderungen: Neben den bekannten Clanstrukturen aus libanesischen und türkischstämmigen Milieus entwickeln sich nun auch kriminelle Netzwerke innerhalb der syrischen Gemeinschaft. Wie die Welt berichtet, bereitet das Auftreten syrischer familiärer Banden, die laut Sicherheitskreisen „hochgradig abgeschottet und kriminell“ agieren, den Behörden zusätzliche Sorgen. Die Deutsche Polizeigewerkschaft bezeichnet diese Entwicklung als eine „Neustrukturierung im Bereich der organisierten Kriminalität, ausgelöst durch die Migrationskrise“.
Die Bekämpfung von Clan-Kriminalität ist seit 2017 ein sicherheitspolitischer Schwerpunkt des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul (CDU). Trotz zahlreicher Razzien bleibt die Kontrolle dieser Strukturen eine komplexe und fortwährende Aufgabe, berichtet die Zeitung. Während libanesische und türkische Clans bereits lange im Fokus stehen, stellt die Bildung syrischer Clanstrukturen ein relativ neues Phänomen dar.
Ein besonderes Bewusstsein für das Problem schuf ein Vorfall im Juni 2023, als es in Essen und Castrop-Rauxel zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen syrischen und libanesischen Familienmitgliedern kam. Die Angreifer lieferten sich regelrechte Jagdszenen in den Innenstädten und schlugen mit Knüppeln, Holzlatten und Stühlen aufeinander ein. Letztlich wurde der Konflikt durch einen islamischen Friedensrichter beigelegt.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











