Noch vor der Palästina-Konferenz am Montag in New York hat Großbritannien den Staat offiziell anerkannt, weitere Länder wollen es tun. Doch die bittere Realität in Nahost spricht komplett dagegen. So lange Fatah und Hamas etwas zu sagen haben, ist auch nur der symbolische Akt kontraproduktiv und gefährlich.
Schon dass die Hamas das Statement des Premierministers begrüßte, ist ein untrüglicher Beweis für die Falschheit dieser Entscheidung. Die islamistischen Terroristen, die sich die Vernichtung Israels auf die Fahnen geschrieben haben, haben schon seit der Ankündigung Macrons im Juli keinen Grund mehr, sich auf Verhandlungen einzulassen, geschweige denn die Geiseln herauszugeben oder gar zu kapitulieren.
Fast zwei Jahre nach dem Massaker vom 7. Oktober, bei dem die Terroristen so viele Juden abschlachteten wie seit dem Holocaust nicht mehr, dazu auch israelische Araber, Beduinen und thailändische Arbeiter, werden sie nun mit der Anerkennung eines fiktiven Staates belohnt, die zwar vor Ort nichts ändert, aber doch einen symbolischen Sieg markiert, der ihren „Kampf“ rechtfertigt. Darüber hinaus wird künftig noch mehr Druck auf Israel ausgeübt, den legitimen Krieg gegen den Terror zu beenden.
Für die Hamas hat sich der 7. Oktober ausgezahlt.
Einen Palästinenserstaat ohne Vorbedingungen anzuerkennen, ist fatal. Es wird dazu führen, dass weder Fatah noch Hamas von ihrem Ziel, einen Staat anstelle Israels zu errichten, abrücken werden. Bisher galt immer das Prinzip „Land für Frieden“: Israel überlässt den Palästinensern umstrittene Gebiete und erhält dafür Sicherheit. Doch der Friedensprozess von Oslo wurde von Arafats Fatah und anderen Terrorgruppen mit zahllosen Terroranschlägen und schließlich der „Al-Aqsa-Intifada“ pulverisiert. Für geräumtes Land bekam Israel nur noch mehr Terror.
2001: Selbstmordattentat in einer Pizzeria in Jerusalem. Statt „Land für Frieden“ gab es nur noch mehr Terror.
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