Eine Mehrheit der Deutschen hält die Berichterstattung von ARD, ZDF und Deutschlandfunk für politisch unausgewogen. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Live-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey. Demnach bewerten 56 Prozent der Befragten die Berichterstattung als einseitig, 26 Prozent als ausgewogen. Weitere 17 Prozent sagen, sie empfinden die Berichterstattung teils ausgewogen, teils einseitig. Ein Prozent macht keine Angabe (Abruf am 17. Oktober 2025).
Die Wahrnehmung unterscheidet sich dabei deutlich nach politischer Orientierung. Unter FDP-Anhängern halten mehr als 65 Prozent die Berichterstattung für ausgewogen, bei Grünen-Wählern liegt der Anteil bei etwas über 60 Prozent, bei SPD-Anhängern in einem ähnlichen Bereich. Deutlich geringer fällt das Vertrauen in der Union aus – dort sehen nur etwas mehr als 20 Prozent die Berichterstattung als ausgewogen. Bei der Linken liegt der Wert bei knapp unter 40 Prozent, beim Bündnis Sahra Wagenknecht bei etwas über 5 Prozent. Unter AfD-Wählern liegt der Anteil faktisch bei null Prozent.
Auch regional zeigen sich markante Unterschiede. In den westdeutschen Bundesländern liegt der Anteil derjenigen, die den Rundfunk als ausgewogen einschätzen, zwischen 26 und 30 Prozent – am höchsten in Schleswig-Holstein (30 Prozent), Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen (beide 28 Prozent). In den ostdeutschen Ländern fällt die Zustimmung deutlich geringer aus: In Sachsen und Thüringen halten nur 14 Prozent die Berichterstattung für ausgewogen.
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