Deutschland ist verunsichert: Der neue ARD-Deutschlandtrend zeigt, dass jeder zweite Bürger sich auf Straßen, Plätzen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr sicher fühlt – 2017 meinten das nur 25 Prozent, das Sicherheitsgefühl hat sich in acht Jahren dramatisch verschlechtert. Auffällig: Viele verbinden ihre Sorgen mit Migration und sozialer Instabilität, also mit Themen, die derzeit das politische Klima dominieren.
Ausgelöst wurde die jüngste Sicherheitsdebatte durch Bundeskanzler Friedrich Merz. Mitte Oktober erklärte er, die Bundesregierung hole Versäumnisse früherer Migrationspolitik nach, doch „im Stadtbild“ gebe es weiterhin Probleme. Wenig später präzisierte Merz: Deutschland brauche Zuwanderung, doch Schwierigkeiten bereiteten jene, „die nicht arbeiten und sich nicht an Regeln halten“. Diese Worte lösten landesweit hitzige Diskussionen aus. Zwischen Zustimmung und Empörung spaltete sich die Öffentlichkeit – und das Thema Migration wurde erneut zum Brennpunkt.
Laut Umfrage sehen 32 Prozent der Deutschen Migration als das drängendste politische Problem, noch vor der Wirtschaft (28 Prozent). Themen wie Armut, soziale Gerechtigkeit oder Klimaschutz folgen mit deutlichem Abstand.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











