Um die Vorwürfe, dass das Bundesaufnahmeprogramm Afghanistan (BAP) ein Sicherheitsrisiko darstellen würde, ins Lächerliche zu ziehen, verbreitet Jan Böhmermann Falschinformationen: Die Schuld für fehlerhafte Visa liege nicht beim Auswärtigen Amt, sondern bei der Bundespolizei, die falsche Pässe nicht gemeldet hätte. Außerdem deutete er in seiner Satiresendung ZDF Magazin Royale am Freitag an, dass die Bundespolizei aus politischen Motiven so handeln könnte, um Stimmung gegen Afghanen zu machen.
Böhmermann kündigte an, einen „Faktencheck“ machen zu wollen. Die Identitätsüberprüfung beim BAP sei „sehr sicher und sehr gründlich“, weil die Bewerber für ein Visum viele Stationen durchlaufen müssen. Um die Kritik am BAP zu entkräften, führte Böhmermann Vergleiche durch, die nichts mit der Sache zu tun hatten.
Anstatt den Hinweis, dass es Sicherheitsprobleme gibt, zu entkräften, behauptete der Moderator, dass in Wahrheit die deutschen Bundespolizisten in Islamabad das Sicherheitsrisiko seien, weil ein Polizist betrunken Auto gefahren sei und einer in eine Schlägerei verwickelt worden sei – dabei hat das Fehlverhalten dieser Bundespolizisten mit gefälschten Visa nichts zu tun.
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