Erinnert sich noch wer an Jeremy Corbyn? Der Linksaußen der britischen Labour Party – entfernt vergleichbar mit unserer SPD – führte seine Partei als Vorsitzender und Spitzenkandidat 2019 in eine geradezu peinlich deutliche Niederlage.
Ein Jahr später wurde er als Vorsitzender abgewählt und wenig später aus der Partei ausgeschlossen. Jetzt meldet er sich mit einem ordentlichen Knall auf der politischen Bühne zurück.
Der 76-Jährige wird nach übereinstimmenden Berichten britischer Medien wohl eine neue, linksextreme Partei gründen. Als Name ist „Real Change“ im Gespräch, übersetzt heißt das etwa „Wahrer Wechsel“.
Die politische Landschaft im Königreich zersplittert damit ganz ähnlich wie die in Deutschland.
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Premierminister Keir Starmer von der Labour Party ist so etwas wie der britische Friedrich Merz, nur eben spiegelverkehrt, das heißt von links.
Vor einem Jahr fuhr Starmer für seine Sozialdemokraten einen fulminanten Wahlsieg ein. Nach Jahren des politischen Siechtums unter der zunehmend chaotisch agierenden konservativen Partei, den Tories, erhofften sich die Briten von ihm Seriosität und Stabilität in der Regierung.
Falsch gehofft.
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