In Großbritannien ist ein weiteres Gesetzesvorhaben zur Einführung des assistierten Suizids vorerst gescheitert. Nachdem ein entsprechendes Gesetz in Schottland Mitte März überraschend am Widerstand sowohl der Konservativen als auch der Labour-Partei scheiterte, wird ein Gesetzentwurf für England und Wales, der das Unterhaus 2025 erfolgreich passiert hatte, in dieser Sitzungsphase wohl nicht mehr abschließend beraten werden. Das räumten sowohl Kritiker als auch Befürworter des Vorhabens ein.
Befürworter einer Legalisierung werfen dem House of Lords vor, die Beratungen absichtlich verschleppt und durch zahlreiche Änderungsanträge blockiert zu haben, um eine Entscheidung über die Gesetzesinitiative der Labour-Abgeordneten Kim Leadbeater zu verhindern und werten dies als undemokratisches Verhalten.
Kritiker einer Legalisierung, darunter die Behinderten-Initiative Not yet Dead („noch nicht tot“), monieren hingegen mangelnde Schutzmechanismen und betrachten den Gesetzentwurf als mangelhaft.
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