Die TU Chemnitz will Thüringens Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) den Doktortitel entziehen. Nach einem Untersuchungsverfahren entschied die Universität, dass Voigt den akademischen Grad nicht weiter führen soll. Voigt kündigt an, dagegen vor dem Verwaltungsgericht zu klagen, berichtet die Bild.
Auslöser sind Vorwürfe rund um Voigts Dissertation aus dem Jahr 2008. Thema der Arbeit war der US-Präsidentschaftswahlkampf „George W. Bush gegen John F. Kerry“, die laut Bericht größtenteils in den USA entstanden sein soll. Kritiker warfen Voigt vor, einzelne Quellen nicht im Original ausgewertet zu haben, sondern Angaben aus Sekundärliteratur übernommen zu haben. Seine Anwälte bestreiten das und erklären: „Beweise für diese Behauptungen gab es nicht“.
Zur Bewertung der Vorwürfe holte die TU Chemnitz im Dezember 2024 ein externes Gutachten ein. Der unabhängige Gutachter kam im Februar 2025 laut Darstellung aus Voigts Umfeld zu einer insgesamt positiven Einschätzung: „Die Lektüre der Arbeit zeigt eine selbstständige wissenschaftliche Leistung, die den Ansprüchen an eine Doktorarbeit genügt. Umfang und Qualität der Verfehlungen sind nicht bedeutend genug, um den akademischen Grad zu entziehen.“
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