Trumps Deal: Wer will wirklich Frieden in Nahost?

vor 9 Monaten

Trumps Deal: Wer will wirklich Frieden in Nahost?
Bildquelle: Tichys Einblick

Donald Trump scheint entschlossen, den Fall Israel-Gaza seinen fünf oder sieben Friedensschlüssen zuzugesellen, die er in diesen Wochen lobend hervorhebt. Darunter sind so illustre Fälle wie die Schlichtung zwischen Pakistan und Indien oder die Beilegung des langjährigen Konflikts zwischen Armenien und Aserbaidschain. Und wahr ist, über den historischen Handschlag der beiden Präsidenten ging die Presse bald hinweg, über den thailändisch-kambodschanischen Grenzkonflikt noch mehr. Aber im Fall zwischen Israel und Gaza könnten am Ende vielleicht nur Formelkompromisse herauskommen, die nicht zu verwirklichen sind.

Der US-Vorschlag in 21 Punkten für ein Ende des Gaza-Kriegs, den die Times of Israel veröffentlicht hat, sieht vor, dass der Gazastreifen eine „entradikalisierte, terrorfreie Zone“ wird und keine Bedrohung mehr für seine Nachbarn darstellt. Die Bevölkerung darf im Gazastreifen bleiben oder ihn verlassen, um später zurückzukehren. Sogar für Hamas-Mitglieder, die sich zur friedlichen Koexistenz bekennen, soll es eine Amnestie geben. Daneben soll Hamas-Mitgliedern freies Geleit in einen Staat ihrer Wahl gewährt werden.

Mit der Annahme des Friedensvorschlags sollen die israelischen Kräfte unmittelbar ihre Operationen einstellen und den Landstreifen verlassen. Zugleich sollen innerhalb von 48 Stunden alle Geiseln, tot oder lebendig, nach Israel zurückkehren. Im Gegenzug sollen einige hundert zu lebenslänglich verurteilte Palästinenser aus israelischer Haft entlassen werden, daneben über 1.000 Gazaner, die die Israelis seit Beginn des Krieges festgenommen haben. Auch die Körper einiger hundert toter Palästinenser soll Israel an die Gegenseite ausliefern.

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