Das ZDF zeigt gleich zwei „wissenschaftliche“ Jahresrückblicke, die aber vor allem von Klima-Panikmache und Trump-Bashing geprägt sind. Dafür wird das Hohelied auf die EU gesungen.
Nach dem „großen Terra X Jahresrückblick 2025“ mit Harald Lesch, Mirko Drotschmann und Jasmina Neudecker legt der ZDF-Professor noch einmal nach – mit „Leschs persönlicher Jahresrückblick“. Beiden Beiträgen ist gemeinsam, dass wieder mal die Folgen des Klimawandels an die Wand gemalt und die Segnungen der „Erneuerbaren Energien“ gepriesen werden. Diesmal gesellen sich noch eindringliche Appelle an die Zusammenarbeit aller Europäer und ungeniertes Bashing der US-Regierung hinzu.
„Der große Terra X Jahresrückblick 2025“ reitet den Klima-Gaul weiter zuschanden, auch wenn das Thema weltweit mehr oder weniger „durch“ ist. Zunächst gönnt sich die Diplom-Biologin und Wissenschaftsjournalistin Jasmina Neudecker ein paar schöne Tage in Griechenland, denn Athen sei „ein Hotspot des Klimawandels“. Hier sei die „Klimakrise spürbar“. Ohne Klimaanlage ginge es nicht, aber die trügen ja auch wieder zur „Hitzeinsel“ bei.
Jasmina Neudecker in der trotz Klimakatastrophe idyllischen Schweiz.
Doch preist die Deutsche den Klimaschutz in der griechischen Hauptstadt. Die wolle doch sage und schreibe 20 Jahre früher als die EU (und immerhin zehn Jahre vor der Hansestadt Hamburg!) klimaneutral sein, also schon 2030! Klar, wenn’s dafür Unterstützung durch die Europäische Investitionsbank gibt. Wie realistisch die Chancen für die Erreichung des Ziels sind, erfahren wir nicht. Mit Elektrobussen und einem Mikrowäldchen wird es in fünf Jahren (!) kaum zu schaffen sein.
Aber schon die Absicht wird honoriert! Wir müssen ja alle was tun, schließlich war 2025 ein „Rekordjahr für Waldbrände in Südeuropa“, die allerdings fast immer von Brandstiftern ausgelöst werden. Später werden die Folgen des Klimawandels zu dramatischer Musik als „vielfältig und dramatisch“ beschrieben, der Hurrikan Melissa und ein Lawinenabgang in der Schweiz etwa. „Nicht jedes Ereignis lässt sich direkt auf die Klimakrise zurückführen“, heißt es reichlich untertrieben, „aber die Menschen sind alarmiert“ – dank Terra X jedenfalls.
Harald Lesch kommt nun auf das Thema Stromversorgung zu sprechen. Da gab es doch diesen großen Stromausfall in Portugal und Spanien, wo es zu einer Überproduktion im Netz durch Photovoltaik gekommen war, wirklich schuld aber waren Ausfälle im System zur Spannungsstabilisierung. Die Erneuerbaren Energien würden in Spanien jedenfalls nicht infrage gestellt, sondern ausgebaut. Dass das eine politische Entscheidung war, behält der Professor für sich. Auch hier wieder die Ermahnung: Alle EU-Länder sollten Netze zusammenschließen, dann geht das schon.
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