Die neue US-Regierung macht Ernst mit ihrer Neuausrichtung der Gesundheitspolitik. Der geplante Ausstieg aus der WHO hat einen Grund. Es ist der neue Gesundheitsminister Robert F. Kennedy, der kritisiert, dass sie korrumpiert ist: „Bill Gates hat die Kontrolle über die WHO übernommen“.
Der designierte US-Präsident Donald Trump plant den Ausstieg aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der am Tag seines Amtsantritts am 20. Januar erfolgen soll. Es ist die Entmachtung eines „Alleinherrschers“, der „die Macht hat, über konkrete Projekte und Schwerpunkte der WHO zu bestimmen. Anliegen, die nicht ihren Prioritäten und Zielen entsprechen, werden schlicht nicht finanziert.“ Das „Problem philanthropischer Zuwendungen besteht darin, dass sie üblicherweise zweckgebunden sind. Das trifft auch für 80 Prozent des WHO-Budgets zu. Damit wird die globale Gesundheitsagenda nicht mehr von der Generalversammlung der WHO bestimmt, sondern von Gebern“.
Damit wurden keine „rechten Verschwörungstheoretiker“ zitiert. Das schrieb die Politologin Barbara Unmüßig als Vorstand der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung im Jahr 2017 in einer ausführlichen Hintergrundrecherche.
2017: Barbara Unmüßig (dritte von links), damals Gates-Kritikerin und Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, hier auf der Bundespressekonferenz.
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