Unter Pokerspielern kennt man ihn, den kühl-berechnenden Spieler: Er kalkuliert Wahrscheinlichkeiten, wägt Risiken ab, spielt sein Blatt mit nüchterner Präzision aus. Daneben sitzt der Zocker – impulsiv, aber nicht kopflos. Er agiert spektakulär, doch innerhalb eines strategischen Korsetts, das er virtuos beherrscht. Stellen wir nun einen pathologischen Sonderfall neben diese beiden Archetypen. Denken wir uns einen Spieler, der vor Beginn der Runde seine Karten offenlegt, bloß um im Anschluss ALL-IN zu gehen. Kanadas Premierminister Mark Carney fällt in diese Kategorie.
Der ehemalige Gouverneur der Bank of England, Globalismus-Anhänger, Klimakämpfer und nach dem spektakulär gescheiterten Justin Trudeau der neue Statthalter der europäischen Agenda in Nordamerika, hat sich mit der Ankündigung eines digitalen Strafzolls für ausländische Tech-Konzerne in einem geopolitischen Vabanque-Spiel verrannt.
Die Steuer soll am 1. Juli, rückwirkend zum 1. Januar 2022, in Kraft treten und ausländische Tech-Unternehmen mit einem Umsatzvolumen von über 20 Millionen kanadischen Dollar mit drei Prozent zur Ader lassen. Ottawa bittet zur Kasse – und zielt mit seinem Pfeil auf die Herzkammer der wirtschaftlichen Kraftzelle der USA, das Silicon Valley. US-Konzernen wie Apple, Meta oder X drohen Strafzahlungen von über zwei Milliarden US-Dollar.
Ein Affront zur Unzeit (oder war die Eskalation geplant?), inszeniert von einem Premierminister, der sein leeres Blatt aus der Position der Schwäche ausspielt. Ähnlich wie in Deutschland sinken auch dort Produktivität und Pro-Kopf-Einkommen seit den verheerenden Lockdowns – die EU-inspirierte Agenda aus Klimaregulierung, Migrationschaos und sozialistischem Umverteilungsstaat zieht eine Schneise der wirtschaftlichen Lähmung durch die Gesellschaft.
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











