US-Präsident Donald Trump kündigte am Mittwochabend in einem Beitrag auf Truth Social an, dass ein Rahmen für ein Abkommen bezüglich der Zukunft Grönlands beschlossen worden sei. Er hatte sich mit dem NATO-Generalsekretär Mark Rutte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos getroffen. Das Treffen bezeichnete er als „sehr produktiv“. Rutte sprach in einem Interview mit Fox News von einem „sehr guten Ergebnis“, doch es bleibe noch viel zu tun. Angesichts dieses Gesprächs hat Trump verkündet, dass die Zölle gegen acht europäische Staaten wegen ihrer Haltung zu Grönland nicht kommen sollen.
Diese Zölle sollten am 1. Februar in Kraft treten und hätten auch Deutschland betroffen. Zu Beginn hätten die Zölle zehn Prozent betragen, ab Juni wären sie auf 25 Prozent gestiegen, wenn bis dahin keine Einigung getroffen worden wäre. Die EU hatte bereits Maßnahmen getroffen, um Gegenzölle in Höhe von 93 Milliarden Euro verhängen zu können (Apollo News berichtete). Finanzminister Lars Klingbeil rät zu einer abwartenden Haltung. „Es ist gut, dass man im Dialog ist, aber ein bisschen abwarten muss man schon, und zu früh freuen sollte man sich auch nicht“, sagte er im ZDF heute journal. „Nach dem Hin und Her der letzten Tage“ müsse man das Substanzielle abwarten.
Trump bezeichnete das geplante Rahmenabkommen als „großartige Lösung für die Vereinigten Staaten von Amerika und alle NATO-Staaten“, wenn es umgesetzt werde. Es handelt sich noch nicht um ein abgeschlossenes Abkommen, sondern es stehen weitere Gespräche an. Diese sollen von US-Seite unter anderem von Außenminister Marco Rubio und dem Sondergesandten Steve Witkoff geführt werden. Was genau das Rahmenabkommen beinhalten soll, führten weder Trump noch Rutte aus.
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