Laut Insider-Infos aus Brüssel hatte die EU-Kommission ursprünglich vor, Anfang der Woche Unterlassungsverfügungen gegen die beiden Tech-Giganten zu verhängen – auch Geldstrafen standen im Raum. Mindestens eines der betroffenen Unternehmen sei laut Insidern bereits über den ursprünglichen Zeitplan informiert gewesen. Kurz vor einem wichtigen Treffen zwischen EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič und US-Vertretern in Washington wurde die Ankündigung dann jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben, berichtet jetzt das Wall Street Journal.
Der Schritt dürfte auch mit einer entspannteren Tonlage zwischen Brüssel und Washington zusammenhängen. Trump hatte kürzlich eine 90-tägige Aussetzung bestimmter Strafzölle angekündigt – ein Signal der Entspannung, das offenbar nicht durch neue Konflikte um Tech-Regulierungen gestört werden sollte. Auch Italiens Premierministerin Giorgia Meloni traf sich bekanntlich in der vergangenen Woche mit Trump, der sich zuversichtlich über einen möglichen Handelsdeal mit der EU äußerte.
Trotz der Verzögerung seien die Entscheidungen weiterhin in Vorbereitung, betonte ein Kommissionssprecher. Die technischen Arbeiten seien abgeschlossen, die finale Umsetzung stehe „kurz bevor“. Ein konkretes Datum wurde nicht genannt. Öffentlich äußerte sich die Kommission nicht zu ihren internen Planungen.
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