Trump bringt die Waffen zum Schweigen – aber wie lange hält der fragile Frieden in Gaza?

vor 9 Monaten

Trump bringt die Waffen zum Schweigen – aber wie lange hält der fragile Frieden in Gaza?
Bildquelle: NiUS

Donald Trump hat geschafft, woran Diplomaten jahrelang gescheitert waren. Mit Hilfe Katars und der Türkei brachte der US-Präsident Israel und Hamas an einen Tisch – und erzielte eine Vereinbarung, die sich wie ein Wunder liest: sofortige Waffenruhe, humanitäre Hilfskonvois für Gaza, teilweise israelische Truppenrückzüge und die Freilassung aller Geiseln gegen rund 2.000 palästinensische Häftlinge.

Was die Verhandler sonst in jahrelangen Gesprächen zerreden, schaffte Trumps Team mit einem taktischen Trick. „Statt zu warten, bis jedes Detail geklärt war, zwang Washington beide Seiten, den Deal öffentlich zu akzeptieren, bevor die Feinheiten ausgehandelt wurden“, schreibt Foreign Affairs. So konnte keine Seite mehr zurückrudern – auch wenn noch längst nicht klar war, welche Gefangenen genau entlassen werden sollten.

Diese bewusst herbeigeführte Unklarheit sei, so das Magazin, „taktisch brillant – und brandgefährlich zugleich“. Denn beide Seiten nutzen sie für ihren eigenen Siegesslogan. Hamas-Funktionär Mahmoud Mardawi erklärte triumphierend: „Gaza – der Friedhof der Eindringlinge – war siegreich durch seine Standhaftigkeit und Einheit, es hat seinen Willen dem arroganten Feind aufgezwungen.“

US-Präsident Trump hat geschafft, woran alle Regierungschefs vor ihm gescheitert waren.

In Jerusalem klang das ganz anders. Israel betonte, dass die Vereinbarung Hamas faktisch zur Kapitulation zwinge: Alle Geiseln kämen frei, die israelische Armee behalte weite Teile Gazas unter Kontrolle, und Hamas müsse entwaffnet werden.

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