Bodo Ramelow empfiehlt, mit Kerzen und friedlichen Demonstrationen gegen das Mullah-Regime vorzugehen. In der neuen Folge des Podcasts „Ronzheimer“, die am Donnerstag erschien, kritisiert er den Militärschlag der USA und Israels gegen die iranische Führung. Die Bevölkerung müsse selbst einen Regierungswechsel herbeiführen. Bild-Vizechefredakteur Paul Ronzheimer fragt ihn, wie das iranische Volk angesichts der Brutalität der Regierung einen Regierungswechsel herbeiführen solle, ohne militärische Hilfe von außen. „Wie stellen Sie sich das vor?“, wird er gefragt.
Daraufhin antwortet Ramelow: „Es gibt ein Beispiel dafür, das scheinen Sie völlig vergessen zu haben. Das hieß DDR. Wie ist das zu Ende gegangen? Mit der Kerze in der Hand von denen, die in den Friedensgottesdiensten waren und die vor die Tür gegangen sind und gerufen haben: ‚Keine Gewalt‘.“ In Leipzig seien Zehntausende Menschen von Panzern bedroht worden. Doch der Ruf „Keine Gewalt“ habe zu einer anderen Situation geführt.
Ronzheimer hält dagegen, dass man die DDR nicht mit der iranischen Regierung unter Chamenei vergleichen könne. Bei den jüngsten Protesten im Januar seien bis zu 30.000 Menschen getötet worden. Der Linken-Politiker erwidert: „Wie oft hat es die Wellen gegeben derer, die sich im Iran zur Wehr gesetzt haben? Und wer hat als Letzter noch vor Kurzem gesagt, sie sollen auf die Straße gehen und demonstrieren und hat anschließend nichts gemacht?“ Man hätte das Gefühl, dass Menschen in bewaffnete Auseinandersetzungen getrieben wurden.
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











