Trotz Wirtschaftskrise kommen Wirtschaftsvertreter in ARD- und ZDF-Talkshows kaum zu Wort

vor 3 Monaten

Trotz Wirtschaftskrise kommen Wirtschaftsvertreter in ARD- und ZDF-Talkshows kaum zu Wort
Bildquelle: Apollo News

Wirtschaftliche Themen und Wirtschaftsexperten sind laut einer Auswertung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in öffentlich-rechtlichen Talkshows deutlich unterrepräsentiert. In der Auswertung „Die Gästelandschaft in Polittalkshowformaten bei ARD und ZDF 2025“, die Apollo News exklusiv vorliegt, werden die fünf großen Talkshowformate der beiden Sender unter die Lupe genommen.

Demnach wurden nur in 56 der 284 im Jahr 2025 ausgestrahlten Sendungen wirtschaftspolitische Themen behandelt – der Anteil beträgt also lediglich rund 20 Prozent. Besonders schwach schneidet in dieser Kategorie die ARD-Sendung Maischberger ab, wo es nur in rund acht Prozent der Sendungen um wirtschaftspolitische Themen ging. Gegenüber 2023 ist die Zahl der Sendungen mit Wirtschaftsbezug deutlich gesunken – damals betrug der Anteil noch rund 33 Prozent.

Doch selbst wenn es um Wirtschaftspolitik ging, kam nicht unbedingt ein Wirtschaftsvertreter zu Wort – das war nämlich nur in rund zwei Dritteln der Sendungen der Fall. Am häufigsten wurden zur Wirtschaft Politiker befragt – sie stellten laut der Auswertung rund 41 Prozent aller Gäste in Sendungen mit Wirtschaftsbezug. Die zweitgrößte Berufsgruppe stellten Journalisten mit einem Gästeanteil von 27 Prozent. Erst auf Platz drei folgt die Berufsgruppe der Ökonomen mit einem Anteil von 14 Prozent. Vertreter von Wirtschaftsverbänden und Unternehmer hatten dagegen zusammen einen Gästeanteil von lediglich sieben Prozent in den entsprechenden Sendungen.

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