Die SPD-Politikerin Uta Francisco dos Santos kandidiert bei der Bezirksbürgermeisterwahl in Berlin-Mitte im September – dabei ist sie seit Jahren in ihrem hochdotierten Verwaltungsjob krankgeschrieben. Eigentlich hätte sie sich am Freitag nach Bekanntwerden dieses Umstands zurückziehen sollen – so zumindest Medienberichte. Doch überraschend hat dos Santos einen Rückzug abgelehnt. Das berichtet nun der Tagesspiegel.
Der Umstand, dass dos Santos scheinbar nicht fit genug ist, um zu arbeiten, jedoch sehr wohl genug Kraft hat, um Wahlkampf zu betreiben, hatte einen öffentlichen Aufschrei ausgelöst. Die Landes-SPD hat sich von der Politikerin distanziert – und sie zum Rückzug von der Kandidatur aufgefordert. Nachdem dos Santos das nun abgelehnt hat, fordert der Spitzenkandidat der SPD bei der kommenden Abgeordnetenhauswahl, Steffen Krach, einen schnellen Plan B: „Die Aufstellung einer neuen Kandidatur muss nun zügig geklärt werden.“
Seitdem am Mittwoch die Tatsache erstmals öffentlich wurde, wurde bereits am Donnerstag in der Berliner SPD die Entscheidung gefasst, dos Santos abzusägen, um Krachs eigene Wahlchancen nicht zu gefährden. Intern war, wie der Tagesspiegel berichtet, auch schon von einer Zustimmung dos Santos zu einem Rückzug die Rede. Das wurde auch an die Öffentlichkeit durchgestochen. Die SPD-Politikerin hat sich nun aber wohl umentschieden – sie möchte um ihre Kandidatur kämpfen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











