Die Salzgitter AG schreibt tiefrote Zahlen: In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres musste der zweitgrößte Stahlkonzern Deutschlands einen Umsatzrückgang auf 7,7 Milliarden Euro verzeichnen, verglichen mit 8,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis fiel von 576 Millionen Euro auf 320,6 Millionen Euro. Am Ende steht ein vorläufiges Ergebnis von minus 141,2 Millionen Euro.
Konzernchef Gunnar Groebler macht vor allem die hohen Energiepreise und die schwache Nachfrage aus der Automobil- und Maschinenbauindustrie für die Misere verantwortlich. Eine Erholung ist momentan nicht in Sicht, heißt es. Mit etwa 25.000 Mitarbeitern ist Salzgitter nach ThyssenKrupp der zweitgrößte Stahlproduzent in Deutschland. Auch ThyssenKrupp hat bereits Umsatzprognosen gesenkt und Stellen gestrichen.
Die Krise von Salzgitter wird von Übernahmegerüchten um Großaktionär Günter Papenburg begleitet. Dieser erwägt, gemeinsam mit der TSR Recycling GmbH & Co. KG, ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die Salzgitter-Aktionäre abzugeben. In einer offiziellen Mitteilung erklärte das Unternehmen, dass Vorstand und Aufsichtsrat im Falle eines Angebots eine Stellungnahme abgeben würden.
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