Nach der Theaterinszenierung „Prozess gegen Deutschland“ liegen die Nerven vor allem bei den Linken des Kulturbetriebs blank. Weinkrämpfe, Nervenkrisen und Rufe nach einem Exorzisten – das alles gab es, seit im Februar am Hamburger Thalia Theater die dreitägige Prozess-Inszenierung zu Ende ging.
In dem Verhandlungs-Stück spielte Regisseur Milo Rau ein mögliches AfD-Verbot mit allen Seiten durch. Er lud Juristen, Wissenschaftler, Ex-AfD-Politikerinnen und einen pakistanisch-stämmigen, rechten Influencer auf die Bühne. Wohl wissend, dass da Welten aufeinanderclashen, stellte das Theater laut Zeit vorab ein Awareness-Team auf – was auch immer das bewirken sollte.
Regisseur Milo Rau
Endlich besinnt sich das Theater wieder auf das, was es sein sollte: ein Ort des Austausches. Lange Jahre waren die öffentlich finanzierten Spielstätten für konservative Menschen eine No-Go-Area: steuerfinanzierte Zeitverschwendung auf unbequemen Sesseln in zugigen Sälen. Experimenteller Bullshit für hüstelnde Abonnenten, an dessen Ende das Ensemble immer nackt und in Schweineblut überzogen dastand. Die Message immer so vorhersehbar wie die Schlange am Pausenbuffet: Trump ist doof, die Rechten sind böse, unsere Demokratie ist bedroht.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











