Der renommierte Ökonom und langjährige Chef des ifo-Instituts, Prof. Hans-Werner Sinn, widerspricht der Erzählung, wonach die AfD eine „wirtschaftsfeindliche Partei“ sei. „Im Gegenteil“, sagte Sinn im Interview mit der Schweizer Weltwoche.
„Nein“, sagte er auf Nachfrage des Weltwoche-Journalisten, „die AfD ist nicht wirtschaftsfeindlich, im Gegenteil. Sie ist wirtschaftsfreundlich.“ Im wirtschaftlichen Bereich sei die AfD „besser aufgestellt“ als in anderen politischen Bereichen, sagte Sinn und beschrieb Partei-Chefin Alice Weidel als „gute Ökonomin“. Da habe er inhaltlich weniger Probleme als viele andere Ökonomen, die die rechtskonservative Partei anders beschreiben.
In diesem Zuge warb der Ökonom auch dafür, es mit einer Minderheitenregierung zu probieren und möglicherweise von Fall zu Fall, von Thema zu Thema und von Gesetz zu Gesetz einzeln nach Mehrheiten im Deutschen Bundestag zu suchen – bei inhaltlicher Übereinstimmung dann eben auch mit der AfD.
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