Der Bundeshaushalt gerät zunehmend außer Kontrolle. Doch anstatt Ausgaben zu begrenzen, geht die Bundesregierung alles andere als sparsam mit den verfügbaren Mitteln um. Ein Blick auf die Auslandsliegenschaften des Bundes macht dies deutlich: Derzeit stehen 40 bundeseigene Immobilien im Ausland leer und verursachen weiterhin Kosten.
Mit Nachdruck veräußern will die Bundesregierung viele der Liegenschaften jedoch nicht, im Gegenteil: Von insgesamt 37 ungenutzten Objekten im Zuständigkeitsbereich des Auswärtigen Amts – im Bereich der Bundeswehr sind es drei – sollen aktuell lediglich 23 tatsächlich abgestoßen werden. Die Bundesregierung führt als Ursachen für den Leerstand unter anderem temporäre Schließungen diplomatischer Vertretungen, geplante Neubauprojekte und laufende Sanierungsmaßnahmen an.
Doch nicht nur die leerstehenden Liegenschaften schlagen zu Buche. Insgesamt hat der Instandsetzungsbedarf für die Auslandsimmobilien des Bundes inzwischen ein Volumen von etwa 2,82 Milliarden Euro erreicht. Dies ergibt sich aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











