Die Energiewende sorgt regional für Engpässe bei der Stromversorgung in Deutschland. Grund dafür sind vor allem die an verschiedenen Orten installierten erneuerbaren Energiequellen, deren Strom in ein großes Netz eingespeist werden muss. Die Lösung soll jetzt eine Einführung von Strompreiszonen sein, ein Gedanke, der maßgeblich durch die EU-Verordnung zum Elektrizitätsbinnenmarkt beeinflusst wird.
Diese folgt dem Prinzip, dass Strom nur verkauft werden darf, wenn er auch physisch geliefert werden kann. Das bedeutet, dass Länder mit dauerhaften Netzengpässen ihre Strompreiszonen anpassen müssen, um Verzerrungen am Markt entgegenzutreten.
Gerade Deutschland hat durch den Ausbau der volatilen erneuerbaren Energieerzeugung zulasten versorgungsstabiler Großkraftwerke das Problem, dass die Netzinstabilität kontinuierlich gestiegen ist. Dies zeigt sich nicht zuletzt anhand der Entwicklung der Netzengpassmaßnahmen, die seit 2018/2019 deutlich zugenommen haben (siehe Abbildung 1).
Unter den Begriff der Engpassmaßnahmen fallen dabei insbesondere die sogenannten Redispatch-Maßnahmen, bei denen die Einspeisung gezielt angepasst wird, um Netzengpässe zu vermeiden. Auch die komplette Abregelung von erneuerbaren Erzeugern, wenn deren Erzeugung vom Netz nicht mehr aufgenommen werden kann, gehört hierzu.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











