Tatwaffe Wahlkreismitarbeiter: Aus dem absurden Treiben eines absurden Jobs

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Tatwaffe Wahlkreismitarbeiter: Aus dem absurden Treiben eines absurden Jobs
Bildquelle: Tichys Einblick

35 Jahre alt, nichts Gescheites gelernt und beruflich gestrandet bei der Frankfurter Rundschau. Einer auf sozial machenden Heuschrecke, die ihre jüngeren Mitarbeiter in die Leiharbeit presst und ausbeutet. So beginnen Alkoholiker-Karrieren. Oder die Arbeit für eine Mainzer Bundestagsabgeordnete. Dieses hier ist ein bisschen was von beidem. Es endet in persönlicher Überforderung mit etwas, was ein talentierter 15-Jähriger beherrscht und dem erfolgreichen Bemühen, kein Eisbär-Kostüm anziehen zu müssen.

Wer 30 wird, muss sich umschauen, ob er beruflich in einer Sackgasse gelandet ist: Zeitungen austragen, Spendeneintreiber für “NGO”s oder Wetterfrosch bei einem Lokalsender. Um nur einige Beispiele zu nennen. Wer mit 30 Jahren Mitarbeiter für einen Bundestagsabgeordneten wird, muss sich schon die Frage gefallen lassen, ob das wirklich das ist, was er sich mal vorgenommen hat. Denn eigentlich ist das ein Sprungbrett und alle kennen das aus dem Schwimmunterricht: Wer zu lange auf dem Sprungbrett steht, für den wird es irgendwann peinlich.

Mitarbeiter von Abgeordneten werden zwar – in Ermangelung eines besseren Begriffs – als “wissenschaftliche Mitarbeiter” geführt. Aber das leitet in die Irre. Die meisten Mitarbeiter, also die, die sich keine Fragen nach der Karriere gefallen lassen müssen, studieren selbst noch. Der Job als Mitarbeiter führt sie an eine politische Karriere ran: in der Verwaltung, einem Ministerium oder irgendwann selbst als Abgeordneter. Die Biografien vieler Abgeordneter enthalten diesen Job-Nachweis – viel zu viele nichts anderes.

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