Man stirbt nur zweimal: Wer bei diesem Titel ein Agentendrama à la James Bond erwartet hat, musste sich mit einem Indiana-Jones-Verschnitt (angeblicher Dschungelforscher Jonas Karl Prätorius, gespielt von Christian Erdmann) und dem Jagdeifer der beiden in die Jahre gekommenen Super-Ermittler Frank Thiel (Axel Prahl) und Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) trösten.
Nicht nur die Politiklandschaft wird durch den Abgang der sogenannten „Boomer“ immer öder, auch die Reihen der gestandenen Kriminalkommissare lichten sich und zum Vorschein kommen große Brachstellen. Wie verglühende Sternschnuppen leuchten noch einmal diejenigen heller, die sich über Jahre den Ruf von Authentizität und Unbestechlichkeit erarbeitet haben, wie zum Beispiel Borowski, Batic & Leitmayr, Murot, Eisner & Fellner, Ballauf & Schenk.
Kommissar Thiel und sein ständig überhebliches Pendant Professor Boerne gehören, auch wenn sie mit einem Ruhestand bis dato höchstens geliebäugelt haben, dazu. Die alten Münsteraner Zeiten können aber auch Rückgriffe auf den Charme einer 80er-Jahre-Villa (Wohnhaus des Ehepaars Prätorius, Haupt-Drehkulisse) und einer 70er-Jahre Luxuslimousine (Prof. Boerne im geborgten Mercedes 280 SEL) nicht zurückholen.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











