Ein Sonntagabendkrimi mit einer prophetischen Note (Drehbuch & Regie: Mira Thiel), lange vor den Anschlägen auf die Berliner Stromversorgung gedreht. Der in den Dialogen platzierte Wink mit dem Slogan des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz „Deutschland ist gut vorbereitet, wenn Sie gut vorbereitet sind“ (Verdächtiger Noah höhnisch zu HK Karow) könnte in und um Berlin aktuell leicht als Spott missverstanden werden.
In der an historischen Gemäuern nicht gerade armen Umgebung der Hauptstadt (hier bei der alten US-Abhörstation auf dem Teufelsberg) wird ein toter Obdachloser (Nazar Novik, ohne Nennung des Darstellers) von Edda Odin (Catherine Stoyan) gefunden, die ihre Rottweiler Geri und Freki dort Gassi geführt hat. Der Leichnam wies Bisswunden auf. Die Kommissare Susanne Bonard (Corinna Harfouch) und Robert Karow (Mark Waschke) übernehmen den Fall.
Die Zeugin behauptet felsenfest, in der Nähe des Toten „Bettlers“ einen Wolf gesehen zu haben, halb blind, mit einer Narbe über dem fehlenden Auge. Die fixe Berliner Polizei ruft schon kurz darauf die Bevölkerung dazu auf, dem Gebiet fernzubleiben, heftet Warnzettel an die Bäume, man solle bei einer Begegnung mit dem Tier „nicht flüchten, sondern laut in die Hände klatschen, mit Stöckchen und Steinen werfen…“ und versucht, das Blätterdach mit Hilfe von Drohnenaufnahmen zu durchdringen.
Reformwille - Welche Opfer müssen wir für den Aufschwung bringen? | #unterdenlinden











