Am Samstag wurde in zwölf Städten auf den „Prüf“-Demonstrationen eine Überprüfung der AfD durch das Bundesverfassungsgericht gefordert, damit ein Parteiverbotsverfahren angestrebt werden kann. In Magdeburg wurde dabei auch getanzt, wie die Berliner Zeitung berichtete. Die Organisation „Prüf“ will nach eigenen Angaben einmal im Monat protestieren, bis sich eine Mehrheit im Bundesrat dafür ausspricht, dass das Verfassungsgericht mit einer Prüfung der AfD beauftragt werden soll.
Dafür werden 35 von 69 Stimmen im Bundesrat benötigt. Die Organisation sagt, sie habe bereits 14 Unterstützer für ihr Anliegen in dem Gremium. In Magdeburg kamen rund 1.500 Personen zusammen und tanzten gegen die AfD, begleitet von den Klängen der Trommelgruppe „Rhythm of Resistance“. Beim anschließenden „Fest für die Demokratie“ versorgten die „Omas gegen Rechts“ die Teilnehmer mit Kaffee und Kuchen, während sich die neu gegründeten „Eltern gegen rechts“ um die anwesenden Kinder kümmerten.
Auf der Bühne wurden die 21 Artikel des Grundgesetzes vorgetragen, begleitet von musikalischer Untermalung. Zudem wurde ein Mittelalter-Theaterstück aufgeführt. Rund um das Programm informierten unter anderem die AWO, der CSD, das Klimabündnis sowie das Bündnis „Sachsen-Anhalt weltoffen“, das sich gegen die AfD engagiert, an eigenen Infoständen. In den vergangenen Tagen entstand außerdem das „Haus der Zukunft“ – gebaut aus 1.000 bunt bemalten Papierkästen.
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