Der „Tankrabatt“ der Bundesregierung läuft zum Ende des Monats Juni aus. Ab dem 1. Juli müssen wieder die zuvor gültigen Steuersätze für Benzin und Diesel gezahlt werden. Damit werden die Preise für Treibstoffe schlagartig ansteigen und ab Mittwochmittag erheblich höher liegen als zuvor. Die gesamte Steuererhöhung um insgesamt 16,7 Cent könnte auf einen Schlag an die Verbraucher weitergegeben werden.
Allerdings erst ab 12 Uhr: Aufgrund der 12-Uhr-Regel sind Preiserhöhungen beim Sprit eigentlich verboten. Lediglich um 12 Uhr mittags ist eine Anpassung der Preise nach oben gesetzlich erlaubt, ungeachtet der Marktsituation. Preissenkungen dürfen die Tankstellenbetreiber allerdings immer vornehmen. Der Anstieg am Mittwochmittag könnte sich daher auf deutlich über 20 Cent summieren.
Durch den Tankrabatt wurde der Steuersatz für Diesel zeitweise auf das EU-Minimum abgesenkt. Für Benzin wurde dieselbe Höhe für den Rabatt gewählt. Da Benzin in Deutschland allerdings erheblich überbesteuert wird, lag der Steuersatz auch in den letzten beiden Monaten noch 43 Prozent über der in Brüssel festgelegten Untergrenze. Eine stärkere Absenkung lehnte die Bundesregierung ab. In ihrer Kommunikation betonte sie stets eine Senkung um insgesamt knapp 17 Cent, bei der die auf die Energiesteuer erhobene Mehrwertsteuer bereits mitgerechnet ist.
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