„Ein dramatischer Befund“ – die Tagesschau berichtete vor wenigen Tagen über den Rückfall Deutschlands im Pressefreiheits-Ranking. Dazu gab es auf der Webseite des öffentlich-rechtlichen Formats ein Interview mit dem Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen, Christian Mihr. Er schob die Verschlechterung vor allem auf Anfeindungen aus rechtsextremen Milieus. Doch die Bebilderung, die die Tagesschau für den Artikel verwendete, stützte gerade diesen Befund nicht.
Denn bebildert ist der Artikel, der vor rechtsextremer Einschüchterung von Journalisten berichten soll, mit Fotos von einem Angriff auf ein ZDF-Reporterteam am 1. Mai 2020 – dieser wurde jedoch durch linksextreme Täter verübt: Damals attackierten maskierte Vermummte am Rande einer Querdenken-Demo ein Team der Satiresendung heute-show – die linksextremen Täter hatten das Kamerateam nach eigener Aussage mit „Rechtsextremen“ verwechselt und nur deshalb mit Schlag- und Eisenstöcken auf die Journalisten eingeprügelt.
Fünf Personen des Drehteams wurden bei dem Angriff verletzt – es gab Knochenbrüche, Prellungen und Bewusstlosigkeit. Vier Täter wurden 2024 wegen des Angriffs vor Gericht verurteilt – sie zeigten sich geständig. Es handelte sich dabei um einen der schwersten Angriffe auf ein Presseteam der letzten Jahre.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











