Man kann davon ausgehen, dass der Fachbereich und die Universitätsleitung erleichtert sind, diesen „Pfahl im Fleisch” nicht mehr unmittelbar verspüren zu müssen. Denn wie keine andere hat die Ethnologin und Kulturwissenschaftlerin Susanne Schröter – bei allem Verständnis für die besonderen kulturellen Ausprägungen – auf die Gefahren des Islam und des von ihm ausgehenden Judenhasses hingewiesen. All dies war in ihrem Fachbereich, in dem unkritische Akzeptanz, Wegsehen und das Kleinmachen der eigenen Kultur vorherrschen, nicht gern gesehen.
Wie zu erwarten war, war seitens der Landespolitik kein dringender Appell für ein Weitermachen zu vernehmen. So hat sich diese tapfere Wissenschaftlerin mit dieser Konferenz still und leise von ihrem Institut verabschiedet. Denn die Konferenz wurde im Vorfeld nicht beworben. Nach den Protesten linker Gruppierungen (und der ausbleibenden Unterstützung durch die Universitätsleitung) wollte sie ihren Gästen wohl diesmal nicht zumuten, von staatlich geduldeten oder gar alimentierten Gewohnheitsprotestierenden beschimpft zu werden.
Muslime sähen sich zunehmend und ausschließlich in der Opferrolle. Dabei gäbe es auch keine Unterschiede mehr zwischen der Mehrheit der Muslime und islamistischen Radikalen. Von der politischen Linken (Postkolonialismus) würden sie in dieser Haltung bestärkt. Besorgniserregend sei auch die generelle Akzeptanz von Gewalt über alle muslimischen Schichten hinweg, etwa im Falle mutmaßlicher Blasphemie. Er verwies auf das berühmte Diktum von Ernst-Wolfgang Böckenförde, demzufolge der freiheitliche, säkularisierte Staat von Voraussetzungen abhängt, die er selbst nicht garantieren kann, und stellte diese Akzeptanz von Gewalt als unvereinbar mit diesem Diktum dar. Die westlichen Gesellschaften hätten dieses Problem schon viel zu lange ignoriert.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











