EY-Studie: Investoren machen Bogen um Deutschland

vor etwa 2 Monaten

EY-Studie: Investoren machen Bogen um Deutschland
Bildquelle: Tichys Einblick

Friedrich Merz befindet sich noch immer auf seiner Frühlingswerbetour. Landauf, landab, mal vor Vertretern der Wirtschaft, mal vor entgeisterten Gewerkschaftern, trägt der Bundeskanzler seine flüchtig zusammengeschriebene Agenda vor. Die Ernte für seine abstruse Lagebetrachtung der Bundesrepublik verwundert keineswegs: Je nach Gemütslage des Publikums, folgen auf den Auftritt Pfiffe, Buh‑Rufe oder ab und zu auch höhnisches Gelächter.

Beim Deutschen Industrie‑ und Handelskammertag vor wenigen Tagen trug er seine inzwischen allseits bekannte Rede, einen Parcoursritt über die wirtschaftlich relevanten Themen der Zeit hinweg, vor. Müßig zu erwähnen: Merz muss man spiegelverkehrt lesen, will man seinen Worten einen Sinn abgewinnen, der diese mit der Realität verknüpft. Der Kanzler fabulierte in seiner Rede dann auch darüber, dass er die 500 Milliarden Euro des Sondervermögens, dieses besonders perfiden Schuldentricks, dem Umbau der Wirtschaft in eine klimaneutrale Sonderzone widme.

Es hat einige Zeit in Anspruch genommen, aber nun steht der Wall, der auch den wohlwollendsten ausländischen Investor vom Standort Deutschland zurückschrecken lässt. Wie toxisch der deutsche Standort inzwischen ist, ermittelt die Beratungsgesellschaft EY, indem sie Jahr für Jahr die Zahl ausländischer Investitionsprojekte am Standort aufaddiert. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 548 ausländische Unternehmen – ein Einbruch um 51 Prozent im Vergleich zum Jahr 2017, bevor es mit der Industrie in Deutschland richtig bergab ging.

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