Stromausfälle, Sabotage, Bekennerschreiben: Was über die „Vulkangruppen“ bekannt ist

vor 6 Monaten

Stromausfälle, Sabotage, Bekennerschreiben: Was über die „Vulkangruppen“ bekannt ist
Bildquelle: NiUS

Nach dem Brandanschlag auf die Stromversorgung in Teilen Berlins rücken erneut linksextremistische Tätergruppen mit Vulkanbezug in den Fokus der Ermittler. Nach Einschätzung des Bundesamts für Verfassungsschutz sollen die sogenannten „Vulkangruppen“ seit 2011 vor allem in Berlin und Brandenburg wiederholt Brandanschläge auf zentrale Punkte der öffentlichen Infrastruktur verübt haben. Mehrfach sei es dadurch „zum Ausfall von Strom und Telekommunikation sowie zu Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr“ gekommen.

Trotz der langen Aktivität und teils erheblicher Schäden verfügen Sicherheitsbehörden nach eigenen Angaben nur über begrenzte Erkenntnisse über die Strukturen. Der Berliner Verfassungsschutz ordnet die Täter dem gewaltorientierten, anarchistischen Spektrum der linksextremistischen Szene zu. Auffällig sei die Ähnlichkeit der Bekennerschreiben: Deren Texte würden sich in Aufbau, Stil und inhaltlichen Aussagen so gleichen, dass von einem (teil-)identischen Autorenkreis ausgegangen werde. Zudem verweise ein Strategiepapier aus dem Jahr 2015 auf eine feste Struktur. Gleichzeitig räumt der Verfassungsschutz ein: „Personenpotenzial in Berlin: nicht bekannt“.

Typisch für die Gruppe sind wechselnde Bezeichnungen, die sich auf isländische Vulkane wie Grimsvötn, Katla oder Ok beziehen. Als möglicher Hintergrund gilt der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull im Jahr 2010, der den Flugverkehr in Europa über Wochen beeinträchtigte. In den Bekennerschreiben tauchen entsprechend immer wieder neue Namen mit Vulkanbezug auf.

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