Der Naturschutzbund (NABU) hat vor Gericht ein Verbot der Verwendung von Streusalz erwirkt. Beklagte war die Berliner Umweltbehörde, die den Verband zugleich in nicht geringer Höhe finanziell fördert. Ein Bericht der B.Z. offenbart nun, wie viel Geld der NABU in Berlin tatsächlich erhält.
Nach Angaben aus der Zuwendungsdatenbank der Finanzverwaltung finden sich unter dem Stichwort „NABU“ insgesamt 17 Fördervorgänge. Diese betreffen überwiegend projektbezogene Zuschüsse auf Bezirks- und Landesebene. So bewilligte das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf 2.000 Euro für eine Fledermaussiedlung, während das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf 3.500 Euro für den Erwerb einer Akku-Motorsense und die Montage von Nistkästen bereitstellte.
Deutlich höhere Beträge stammen von der Senatsverwaltung für Verkehr und Umweltschutz. Für den sogenannten „Hymenopterendienst“, ein Projekt zum Schutz von Bienen und Hornissen, flossen im Jahr 2024 exakt 142.427 Euro. Weitere 118.968 Euro wurden im selben Jahr für das Projekt „Artenschutz am Gebäude“ überwiesen. Beide Vorhaben wurden auch in den Jahren zuvor mit sechsstelligen Summen gefördert. Insgesamt erhält der Verband Zuwendungen aus mehreren Ministerien sowie aus dem Landeshaushalt. Die Höhe der öffentlichen Mittel bewegt sich dabei nach den vorliegenden Angaben im Millionenbereich.
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