Weil der Stuttgarter Landtagsabgeordnete Reinhard Löffler (CDU) den „Querdenken“-Gründer Michael Ballweg vor Gericht verteidigt, hat er Ärger mit seiner Partei. Mit dem CDU-Kreisvorstand in Stuttgart liege er deshalb im Clinch, sagte Löffler zu Bild. „Die haben mich zu einem regelrechten Jakobinertribunal vorgeladen, bei einem Italiener in Zuffenhausen.“ Der Vorwurf: „So einen“ wie Ballweg zu verteidigen, schade der CDU.
Auf Anfrage von Apollo News reagierte nun der Kreisvorstand. „Im Januar 2023 gab es tatsächlich ein Treffen mit Herrn Dr. Löffler in einem Restaurant in Zuffenhausen. Allerdings sind die weiteren Umstände dieses Treffens völlig unzutreffend“, teilte der Stuttgarter CDU-Vorsitzende Maximilian Mörseburg in einer schriftlichen Stellungnahme mit. „Der Kreisvorstand hat Herrn Dr. Löffler nicht ‚vorgeladen‘, sondern die Vorsitzenden der Ortsverbände, also die Basis in seinem Wahlkreis, haben ihn um ein Krisengespräch gebeten.“
„Bei diesem Gespräch wollten die Vertreter der Basis Reinhard Löffler klarmachen, wie die öffentlichkeitswirksame rechtliche Vertretung von AfD-Politikern und Herrn Ballweg bei vielen Bürgern und CDU-Mitgliedern ankommt; nämlich ganz schlecht“, schreibt Mörseburg. „Die Ortsverbände wollten ihn – auch aus freundschaftlicher Verbundenheit – warnen, dass eine erneute Nominierung oder Wiederwahl gefährdet sein könnte, wenn er weiter kaum im Wahlkreis und bei CDU-Veranstaltungen präsent sei, aber dann die Zeit findet, AfD-Politiker oder Herrn Ballweg zu vertreten.“
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