Die Sperrung der Straße von Hormus treibt die Energiepreise weltweit nach oben – und sorgt bei Landwirten und Lebensmittelproduzenten für Verunsicherung. „Deutschland bezieht zwar viele Agrarwaren aus dem direkten Umfeld. Die Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken ist jedoch energieintensiv“, sagt Konsumgüterexperte Christoph Treiber, Partner der Beratung OC&C, zum Handelsblatt. Die Energiepreise bestimmten deshalb einen erheblichen Teil der Kosten.
Frosta-Chef Felix Ahlers beobachtet den Krieg im Iran mit Sorge: „Wir rechnen mit Auswirkungen auf die globalen Lieferketten und erwarten entsprechende Kostensteigerungen.“ Wie stark diese ausfielen, lasse sich jedoch schwer abschätzen, sagt der Chef des Herstellers von Tiefkühlkost.
Die Preise für Öl und Erdgas gehen seit Anfang März steil nach oben. Durch die Straße von Hormus werden ein Fünftel der globalen Menge an Rohöl und ein Drittel aller Düngemittel transportiert. Selbst bei einem schnellen Kriegsende könnten Minen und beschädigte Infrastruktur die Ölförderung und den Seeverkehr noch für Monate beeinträchtigen.
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