Für den 4. und 5. Juli 2026 ist in Erfurt der Bundesparteitag der AfD geplant. Aus diesem Anlass veranstaltete das linke Aktionsbündnis „widersetzen“ am Wochenende vom 10. bis 12. April seine Vorbereitungskonferenz am Erfurter Zughafen. Dort wurden konspirative Pläne geschmiedet, um den Parteitag mit Methoden des zivilen Ungehorsams und konsequenter Missachtung der Polizei zu verhindern. Apollo News war vor Ort und hat sich selbst ein Bild von der Konferenz gemacht.
Worum es Anfang Juli gehen soll, machte Bündnissprecher Noa Sander gleich zu Beginn am Samstagmorgen deutlich: „Wir versuchen die Nazi-Parteitage zu verhindern. Das machen wir mit massenhaften Blockaden.“ Diese Strategie war schon beim Gründungskongress der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ im November 2025 erfolgreich. Damals seien „nur halb so viele Nazis in die Halle gekommen, wie sich ursprünglich angemeldet hatten“, erklärte Sander weiter.
Mit Sitzblockaden gelang es dem Bündnis, Zufahrtsstraßen zu versperren und die Veranstaltung um zweieinhalb Stunden zu verzögern. Nach Angaben des Bündnisses beteiligten sich rund 15.000 Menschen an den Blockaden. Doch dieses Mal soll der ganz große Wurf gelingen: die vollständige Verhinderung des Parteitags. Geplant sind dafür auch im Juli großflächige Straßenblockaden rund um den Veranstaltungsort.
„Das Zentrale, was wir alle tun müssen, ist, möglichst viele Busse zu organisieren, damit wir um die Stadt rum das dicht machen können“, sagte Sander. „Wir sind so erfolgreich gewesen bisher mit den Blockaden, weil wir drumherum die ganze Stadt dicht machen. Schon Autobahnkreise drumherum, dass nirgendwo jemand da durch kommt. Das müssen wir wieder schaffen. Und wir müssen noch mehr Leute werden, dass wir es diesmal ganz dicht bekommen“, kündigte Sander an. Auf Staat und Zivilgesellschaft sei kein Verlass. „Wir müssen es selber machen.“
Zu diesem Zweck sollen die Aktivisten über das gesamte Stadtgebiet verteilt werden, um an mehreren Punkten gleichzeitig Straßen zu blockieren. „Ab 6 Uhr morgens steigen wir rund um die Stadt aus unseren Bussen aus und machen hier alles dicht. Mit Massenblockaden machen wir den Parteitag zum Desaster“, beschrieb Sander den geplanten Ablauf. Teilnehmer aus dem regionalen Umfeld sollen mit Regionalzügen anreisen, überregionale Unterstützer mit Bussen.
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











