Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, hat gegenüber der dpa am Rande der Messe „Auto China 2026“ in der chinesischen Hauptstadt Peking vor einem drastischen Verlust von Industriestellen in Deutschland gewarnt. Der Verband beobachte eine zunehmende Verlagerung von Arbeitsplätzen.
Auch wegen des allgemeinen Zustands der Autoindustrie schlägt Müller Alarm: „Die schlechte Stimmung in Deutschland ist immer noch besser als die tatsächliche wirtschaftliche Lage. In anderen Worten: Die Stimmung ist schlecht, die Lage ist noch schlechter.“
Sie kritisiert die aktuelle Politik – diese würde zu wenig tun, um deutsche Arbeitsplätze zu bewahren: „Hier geht es um tausende Arbeitsplätze, um die Stabilität und Entwicklung ganzer Regionen in Deutschland.“ Sie sieht Reformbedarf in den Bereichen, die bereits von zahlreichen Unternehmern angekreidet werden: zu hohe Steuern, Energiekosten und Arbeitskosten sowie ein immenser bürokratischer Aufwand. Auch im Vergleich zu China fordert sie von Deutschland und der EU, eine „entsprechende Innovationsgeschwindigkeit“ aufzunehmen.
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