Adventsgedudel. Man verzeihe mir den despektierlichen Ausdruck, aber besser kann man ihn halt nicht umschreiben, den permanenten Anschlag auf unser Innenohr.
Der öffentliche Raum wird geflutet mit vermeintlich festlicher Weihnachtsmusik. Schon seit Mitte Oktober geht das so, da war der Heilige Abend beim besten Willen noch nicht einmal ansatzweise am Horizont zu sehen. Aber zu hören.
Überall wird der arglose, unschuldige Passant mit Weihnachtsmusik bombardiert: in Supermärkten und Kaufhäusern, in Shops und Boutiquen, in Restaurants und Cafés und selbstverständlich in Fahrstühlen. Die sind berüchtigt für Zwangsmelodien in Endlosschleife, die Angelsachsen haben dafür extra ein eigenes Wort erfunden: „elevator music“, Fahrstuhlmusik eben.
Die akustischen Opfer nennen es: Gedudel.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











